Unhaltbare Zustände im und um das Parkhaus am Hauptbahnhof in Gelnhausen müssen sofort beendet werden

Andreas Schilling und Kolja Saß (beide LBGN) fordern eine schnelle Reinigung, konsequente Kontrollen und konkrete Hilfe für Betroffene
Der Liberalen Bürgerliste Gelnhausen (LBGN) liegen Berichte örtlicher Gastronomen, Pendler und weiterer Nutzer des Parkhauses am Hauptbahnhof über erhebliche Verunreinigungen, darunter Verschmutzungen durch Fäkalien, vor. Auch Mitarbeitende sowie Patientinnen und Patienten der Praxen in der Gelnhäuser Südstadt berichten von den Zuständen und meiden das Parkhaus inzwischen. Damit werden neben den Gastronomiebetrieben auch die Praxen und Gesundheitseinrichtungen in der Südstadt beeinträchtigt. Mindestens eine wohnungslose Person nutzt das Parkhaus und dessen Umfeld regelmäßig als Schlaf- und Aufenthaltsort.
Die LBGN fordert den Bürgermeister, die zuständigen Stellen der Stadtverwaltung und die Polizei auf, den Hinweisen unverzüglich nachzugehen, betroffene Bereiche bei Bedarf abzusichern und fachgerecht reinigen zu lassen.
„Das Parkhaus ist nicht nur für die Gelnhäuserinnen und Gelnhäuser, sondern auch für zahlreiche Pendler, Gäste und Kunden ein wichtiges Eingangstor zu unserer Stadt. Darüber hinaus ist es für die Erreichbarkeit der Praxen und Gesundheitseinrichtungen in der Südstadt von großer Bedeutung“, erklärt Andreas Schilling, LBGN-Mitglied im Bau- und Umweltausschuss. „Wenn Mitarbeitende sowie Patientinnen und Patienten das Parkhaus wegen der dortigen Zustände meiden, beeinträchtigt dies auch die Erreichbarkeit der umliegenden Praxen. Verwahrlosung, Fäkalien und unangenehme Gerüche sind weder den Nutzern des Parkhauses noch den benachbarten Gastronomie-, Gewerbe- und Gesundheitsbetrieben zuzumuten. Die Stadt muss für eine saubere, sichere und funktionsfähige Infrastruktur sorgen.“
Kolja Saß, Fraktionsvorsitzender der LBGN, hat vor Ort mit Betroffenen gesprochen und sich selbst ein Bild von der Lage gemacht. Er ergänzt: „Obdachlosigkeit ist kein Fehlverhalten. Unsere Kritik richtet sich nicht gegen Menschen in Not, sondern gegen unhygienische Zustände, fehlende Kontrollen und ein unzureichendes Gebäudemanagement. Regelverstöße müssen konsequent unterbunden werden. Gleichzeitig benötigen die betroffenen Menschen konkrete Angebote für Unterkunft, Beratung und Unterstützung.“
Bereits am 27. Mai 2026 nahm die Stadtverordnetenversammlung den LBGN-Antrag zur Sanierung und Bewirtschaftung des Parkhauses am Hauptbahnhof einstimmig an. Damit wurden die Sanierung und Weiterentwicklung des Gebäudes sowie dessen künftige Bewirtschaftung grundsätzlich beschlossen. Die Verwaltung ist beauftragt, über den Zustand, den Sanierungsbedarf und die Entwicklungsmöglichkeiten des Parkhauses zu berichten sowie bezifferte Bewirtschaftungsmodelle einschließlich wirksamer Kontroll- und Zugangssysteme vorzulegen.
„Die aktuellen Zustände zeigen, wie dringend dieser Beschluss umgesetzt werden muss“, betonen Schilling und Saß. Sie fordern eine sofortige Grundreinigung, regelmäßige Kontrollgänge, klare Verantwortlichkeiten und eine konsequente Durchsetzung der Hausordnung. Bei konkreten Störungen oder Gefahren im öffentlichen Raum müssen zudem Platzverweise und, falls nötig, weitergehende ordnungsrechtliche Maßnahmen eingeleitet werden.
Notwendig ist ein abgestimmtes Vorgehen von Ordnungsamt und Polizei unter Einbeziehung der örtlichen Wohnungslosenhilfe. Den betroffenen Menschen muss zugleich eine konkrete Alternative zum Aufenthalt im Parkhaus aufgezeigt werden.
„Die rechtlichen Möglichkeiten und bestehenden Ressourcen müssen konsequent genutzt werden. Der Bürgermeister und die zuständigen Behörden müssen jetzt gemeinsam handeln – im Interesse der Gastronomen und ihrer Gäste, der Pendler sowie der Mitarbeitenden und Patienten des Gesundheitsstandorts in der Südstadt“, erklären Schilling und Saß abschließend.


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