LBGN: Gelnhäuser Südstadt darf nicht weiter Symbol für Stillstand bleiben – Transparenz statt Schweigen
- Kolja Saß
- 30. Juli
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Die Liberale Bürgerliste Gelnhausen (LBGN) fordert den Bürgermeister auf, bei der Entwicklung der Gelnhäuser Südstadt endlich für Transparenz zu sorgen und die aufgelaufenen Verzögerungen konsequent aufzuarbeiten. Anlass sind die bis heute ausstehende Arbeitsaufnahme des im Mai 2026 von der Stadtverordnetenversammlung eingerichteten Akteneinsichtsausschusses (AEA).
„Die Entwicklung der Südstadt ist eines der wichtigsten Zukunftsprojekte unserer Stadt. Gerade deshalb darf es keine Informationslücken und keine Hinhaltetaktik geben. Die Bürgerinnen und Bürger sowie die Stadtverordneten haben Anspruch auf vollständige Transparenz“, erklärt LBGN-Fraktionsvorsitzender Kolja Saß.
Nach Auffassung der LBGN reiht sich inzwischen eine Verzögerung an die nächste. Bereits die verspätete Vorlage des Bebauungsplans sorgte im vergangenen Jahr für Kritik. Obwohl mit einer früheren Beschlussfassung gerechnet worden war, wurde der Satzungsbeschluss erst Ende März 2026 gefasst.
Besonders kritisch bewertet die LBGN, dass der Akteneinsichtsausschuss auch Monate nach seinem Beschluss seine Arbeit noch immer nicht aufnehmen konnte. Dabei soll er klären, weshalb die bereits im Jahr 2025 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Vorkaufsrechte in der Südstadt, insbesondere für die an die künftigen Kinzighöfe anrainende Liegenschaft, offenbar nicht ordnungsgemäß umgesetzt wurden und ob Fristversäumnisse, fehlerhafte rechtliche Bewertungen oder Verwaltungsfehler hierfür ursächlich waren.
„Ein beschlossener Akteneinsichtsausschuss muss unverzüglich durch Vorlage der Akten arbeitsfähig gemacht werden. Jede weitere Verzögerung erschwert die Aufklärung und beschädigt das Vertrauen in die Verwaltung. Für die Gelnhäuserinnen und Gelnhäuser entsteht durch die Verzögerung der Eindruck, dass die Verwaltungsspitze in dieser Angelegenheit etwas zu verbergen hat“, so Saß.
Zudem sorgen negative Verlautbarungen über das Projekt Kinzighöfe zusätzlich für Verunsicherung. Die LBGN geht davon aus, dass da nichts dran sein kann: Der Bürgermeister hat in den vergangenen Monaten stets betont, wie gut das Projekt unter seiner Führung läuft.
„Gerade deshalb erwarten wir jetzt ein klares, positives Statement aus dem Rathaus, dass das Projekt voll auf Kurs ist. Die Stadt kann solche Verunsicherungen nicht ignorieren, weil sie dem Vorhaben erheblich schaden können. Nur eine eindeutige öffentliche Klarstellung kann sie nachdrücklich einfangen“, erklärt der stellvertretende LBGN-Fraktionsvorsitzende Hendrik Silken.
Die LBGN fordert das Rathaus deshalb auf, dem Akteneinsichtsausschuss unverzüglich die angeforderten Unterlagen vorzulegen, die Stadtverordneten umfassend über den aktuellen Sachstand der Kinzighöfe zu informieren und künftig regelmäßig über Projektfortschritt, Risiken und Zeitplan zu berichten.
„Die Entwicklung der Südstadt ist für Gelnhausen ein Jahrhundertprojekt. Gerade deshalb brauchen wir jetzt Offenheit, Verlässlichkeit und professionelles Verwaltungshandeln. Alles andere gefährdet das Vertrauen in dieses wichtige Vorhaben“, so die beiden Liberalen abschließend.


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