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LBGN: Bürgermeister bestätigt die Berechtigung unserer Nachfragen – statt Floskeln braucht Gelnhausen endlich Ehrlichkeit

  • Autorenbild: Kolja Saß
    Kolja Saß
  • vor 9 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Die Liberale Bürgerliste Gelnhausen (LBGN) sieht sich durch die aktuelle Stellungnahme des Bürgermeisters zur Entwicklung des ehemaligen Kaufhauses Joh in ihren Nachfragen und ihrer Kritik bestätigt. Vor wenigen Tagen warf der Bürgermeister der LBGN vor, das Projekt schlechtzureden und der Stadt zu schaden, um in der gleichen Veröffentlichung zu bestätigen, dass der Baustart der „Kinzighöfe“ erst für Ende 2026 geplant ist. Der ursprüngliche Zeitplan, nach dem bereits 2027 die ersten Mieter einziehen sollten, ist nach den von der Stadt verursachten Verzögerungen damit nicht mehr zu halten.


„Genau auf diese Entwicklung haben wir hingewiesen. Wer berechtigte Fragen stellt und Transparenz einfordert, betreibt keine Nestbeschmutzung, sondern verantwortungsvolle politische Arbeit. Dass der Bürgermeister unsere Hinweise abqualifiziert und zugleich selbst die Verzögerung bestätigt, spricht für sich“, erklärt LBGN-Fraktionsvorsitzender Kolja Saß.


Die LBGN betont, dass sich ihre Kritik zu keinem Zeitpunkt gegen das Projekt Kinzighöfe oder den Investor gerichtet hat. Im Gegenteil: Die Liberale Bürgerliste unterstützt das Vorhaben ausdrücklich und setzt sich für dessen erfolgreichen Abschluss ein. Gerade deshalb fordert sie eine ehrliche Kommunikation über Verzögerungen, Risiken und den tatsächlichen Projektstand.


Ausdrückliche Anerkennung verdient nach Auffassung der LBGN der Investor, der trotz langwieriger politischer und verwaltungsseitiger Verfahren an dem Projekt festhält und damit erhebliche unternehmerische Verantwortung für die Entwicklung der Gelnhäuser Südstadt übernimmt.


„Wir sind dem Investor dankbar, dass er sich weiterhin mit großem Engagement für dieses zentrale Gelnhäuser Areal einsetzt. Das Projekt bietet die Chance, einen seit vielen Jahren bestehenden städtebaulichen Missstand zu beseitigen und der Südstadt neue Impulse zu geben. Dieses Engagement verdient Unterstützung, Verlässlichkeit und eine professionelle Begleitung durch die Stadtverwaltung“, erklärt der stellvertretende LBGN-Fraktionsvorsitzende Hendrik Silken.


Besonders irritierend ist der erneute Versuch des Bürgermeisters, berechtigte Nachfragen und konkrete Kritik als Angriff auf die Stadt darzustellen.

„Wer auf kritische Nachfragen mit Angriffen reagiert, verwechselt Loyalität mit Schweigen. Demokratische Kontrolle ist keine Illoyalität, sondern eine Kernaufgabe der Stadtverordnetenversammlung“, so Saß.


„Mit seinem Hinweis, er könne nichts dafür, wenn die Stadtverordnetenversammlung den Ausschuss nicht einlade, greift der Bürgermeister seinen eigenen Parteikollegen an. Für die Einladung ist der Vorsitzende des Akteneinsichtsausschusses verantwortlich, der der CDU-Fraktion angehört. Zugleich kann nur die Stadtverwaltung die für die Ausschussarbeit erforderlichen Unterlagen vollständig bereitstellen. Ob dies bereits geschehen ist, ist derzeit nicht erkennbar. Die politische Verantwortung dafür, dass der Ausschuss endlich seine Arbeit aufnehmen kann, liegt damit weiterhin bei der CDU“, ergänzt Saß.


Die LBGN erneuert daher ihre Forderung, den beschlossenen Akteneinsichtsausschuss endlich arbeitsfähig zu machen, sämtliche angeforderten Unterlagen vorzulegen und künftig offen über Projektfortschritt und Risiken zu informieren.


„Unsere Aufgabe besteht nicht darin, den Bürgermeister vor Kritik zu schützen, sondern die Interessen der Bürgerinnen und Bürger zu vertreten. Genau das tun wir weiterhin mit der notwendigen Sachlichkeit und Konsequenz. Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass unsere Nachfragen richtig und notwendig waren“, erklären Kolja Saß und Hendrik Silken abschließend.

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